Pinselrenovation oder die Magie der Verwandlung

Bei einer «Pinselrenovation» werden bestehende Oberflächen der Gebäude oder Gegenstände mit Farben, gekonntem Maler- und Verputzerhandwerk und Kreativität aufgefrischt, aktualisiert und in den momentanen Zeitgeist verwandelt. Beim Gestalten mit Farben, Formen und Materialwahl kann sich der eigene Stil herauskristallisieren und sichtbar gemacht werden.

Der Begriff «Pinselrenovation» kann aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. In den Jahren des Wohlstandes und starken Wachstums wird er eher unterbewertet. Er kann in Vergessenheit geraten, mit dem Aspekt des «Mängelverdeckens» verbunden oder als notwendiges Übel betrachtet werden, wenn die z.B. Holzfassade alle 20 Jahre neu gestrichen werden muss. Im Architekturstudium wurde, er meiner Meinung nach, eher vernachlässigt, in der Malergilde dem Leistungsprinzip untergeordnet und oftmals auf nicht allzu hohem Niveau angewandt.

In Zeiten der Rezession und Inflation erhält der Begriff «Pinselrenovation» aus verschiedenen Gründen wieder einen attraktiveren Stellenwert erhalten.

«Pinselrenovationen» sind nachhaltig da sie die bestehende Bausubstanzen wertschätzen, ihren Geschichten und Bestand erhalten und neu interpretieren können. Die «Verwandlung» der Gebäude und Bausubstanzen kann im Verhältnis, zum Ersetzen oder Abreissen und Neubauen, mit relativ wenig Aufwand geschehen. Kurze Realisierungszeiten und wenig Aufwand an Ressourcen und Emissionen sprechen für sie. Der Materialanteil bei klassischen Malerarbeiten besteht bei maximal 20 %. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Kunde nur eine Handwerksgilde beauftragen muss und seine Bedürfnisse direkt Kommunizieren kann. Der Planungsaufwand ist minimal. Dazu gehört natürlich ein raffiniertes und ganzheitliches Farbkonzept, welches bei der Magie der Wandlung ganz neue Perspektiven mit ins Spiel bringen kann.

Fan Fakt

«Der Pinsel ist eines der ältesten Werkzeuge auf Erden, welche die Menschen seit Urzeiten anwenden. Ein guter Pinsel ist etwas besonderes, da er einen eigenen Charakter besitzt und sich bei Gebrauch entfaltet!»

Zudem können die Bauherren selber viel realisieren, Kosten sparen und ihre Kreativität direkt einbringen. Mit natürlichen und vitalisierenden Baustoffen wie Lehm, Kalk, Kasein, Kreiden, Mineralfarben, Leinöle sowie natürlichen Pigmente kann die Investition zu einem einzigartigen Unikat verwandelt werden, worauf alle stolz sein können.

Armut ist ein guter Konservator

Wenn Gebäude länger nicht renoviert werden, kann es sein, dass sie Generationen und ihre Baustile, Epochen und Baumaterialen überspringen. Somit wurden bestimmte Baumateriaien nie begangen oder eingebaut. z.B: Kunststoff, Silikonfugen, Asbest, Laminat, Novilon usw.

«Pinselrenovationen» können in unterschiedlichen Lebensphasen sehr interessant sein:

  • Wenn zum Beispiel junge Rentner das Haus für die nächste Generation «nicht verbauen» und trotzdem gerne ein «update» für eine paar Jahre möchten.

  • Die stetige Wandlung wird möglich z.B: in Kinderzimmer / Mietwohnungen

  • In der Gastronomie sind Pinselrenovationen ein wunderbares Medium um im Zeitgeist mit zuhalten

  • Schwellenzeiten in Firmengebäuden oder im Ladenbau können zudem Firmenkulturen mit einfachen Mitteln sichtbar gemacht werden

  • Bei Übergangslösungen getraut man sich eher Unikate und Einzigartigkeiten zu erschaffen

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wir freuen uns auf jeden Fall auf Ihren Anruf.


 

 

 

Urs Halter, Sarnen, 19.11.25, echt-farbe.ch